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Sediment-Boden-Abfolgen der östlichen Kanaren

Projektleiter: Prof. Ludwig Zöller

Projektstart: 01.01.2000
Projektende: 31.12.2008
Projektnummer: Zo 51/17-1, Zo 51/26-1
Geldgeber: DFG, Bayrisches GraFöG, LS Geomorphologie/UBT

Projektmitarbeiter:

Projektbeschreibung:

Sediment-Boden-Abfolgen der östlichen Kanaren: Archive pleistozäner Paläo-Windregime und Klimaschwankungen an der Nahtstelle tropischer und außertropischer Zirkulation.

Lanzarote ist die nordöstlichste der Kanarischen Inseln und heute durch ein arides bis semiarides Klima geprägt. Mehrere miopliozäne Täler wurden hier durch pleistozänes vulkanisches Materil während des Pleistozäns, so dass diese nachfolgend Sedimentfallen für Saharastaub und lokales vulkanisches Material darstellten. In bis 7 m mächtigen Aufschlüssen zeigen diese Sedimentfolgen eine systematische Abfolge von schluffig-gelblichen und tonig-rötlichen Schichten.
Mit Hilfe von geomorphologischen Kartierungen, GIS-Berechnungen, Lumineszenzdatierungen und sedimentologisch-pedologischen Analysen konnte gezeigt werden, dass sowohl schluffige als auch tonige Sedimente hauptsächlich durch kolluviale Prozesse von den Hängen in ihre heutige Position verlagert wurden. Hierbei erfolgte der Transport mit hoher Frequenz und geringer Magnitude, so dass die zeitliche Differenz zwischen der originalen äolischen Deposition auf den Hängen und der nachfolgenden Erosion in Richtung Talboden nicht mehr als einige ka betrug. Daher können diese Sedimente als Paläoumweltarchive der letzten 180 ka genutzt werden. Es zeigte sich, dass die zyklische Abfolge der unterschiedlichen Schichten durch Änderungen der Bodenfeuchte verursacht wurden, welche vermutlich durch Änderungen des Niederschlagsregimes sowie lokaler Meerestemperaturen gesteuert war.

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