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Lumineszenz-Chronologien spätpleistozäner Siedlungen in den rumänischen Karpaten

Projektleiter: Dr. Christoph Schmidt

Projektstart: 01.10.2013
Projektnummer: SCHM 3051/1-1
Geldgeber: DFG

Die Thermolumineszenz-Datierung erhitzter Silex-Artefakte liefert die direktesten Alter paläolithischer Siedlungen, die älter sind als der Datierungsbereich der Radiokohlenstoffmethode, oder in denen kohlenstoffhaltiges Material fehlt. Besonders im Hinblick auf spätpleistozäne (jungpaläolithische und mesolithische) Fundstellen ist der Unsicherheitsbereich von TL-Daten jedoch häufig größer als für die sinnvolle zeitliche Auflösung des archäologischen Inventars gefordert. Das vorliegendeForschungsvorhaben soll deshalb dazu beitragen, sowohl Genauigkeit als auch Präzision von TL-Daten zu erhöhen. Hierbei werden zwei Ansätze verfolgt: 1) Verbesserung der Probenaufbereitungsmethoden (Magnetabscheidung und lumineszenzbasierte Detektion von radioaktiven 'hot spots' in der Probe) und 2) Erzeugen mehrerer Alter pro Artefakt unter Verwendung verschiedener TL- (und OSL-) Emissionen ('multi-emission' dating), was die Verlässlichkeit des resultierenden Artefakt-Alters erhöht. Nach der Verifikation der entwickelten Methoden an geologischem Silex-Material sollen diese auf erhitzte Artefakte hauptsächlich aus bislang undatierten mesolithischen Fundstellen der rumänischen Karpaten angewandt werden. Das erwartete mesolithische Alter soll die Messzeit reduzieren, sodass während der Projektlaufzeit eine ausreichende Zahl von Artefakten für die Erstellung von TL- und OSL-Chronologien der Fundstellen analysiert werden kann. Die Evaluierung der entwickelten Methoden soll durch einen Vergleich ihrer Ergebnisse mit denen 'konventioneller' Methoden geschehen.

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